Besuch der Familie Piepenburg 2017

Familie Piepenburg auf den Spuren ihrer Ahnen

Hallo liebe Wangeriner Freunde,

vor vier Jahren waren zwei unserer Familie, Otto-Attila Piepenburg und Raborne auf einem Bispinger-Treffen auf der Suche nach ihren Ahnen. Schon damals hat uns die Liebe der Freunde von Wangerin begeistert, die Liebe zu dem Wort Wangerin, zu der alten Heimat, zu den Menschen und Gebäuden.

Unsere Familie, heute wohnhaft in Füssen, einem kleinen Ort im Allgäu am Fuße von Schloss Neuschwanstein, betreibt weiterhin Ahnenforschung. Unsere weitere Ahnenforschung hat uns immer mehr zu der Erkenntnis gebracht, dass der Ort Wangerin das Zentrum unserer Piepenburg-Linie ist. Und so haben wir ein Buch über unsere Piepenburg-Familie erstellt und hatten danach ein starkes Bedürfnis, den Ort Wangerin zu besuchen und zu besichtigen.

Dieses Band wollten wir deshalb schon länger mit einer Fahrt in diese Stadt verstärken. Bei dieser Fahrt sollte es darum gehen, dass wir verschiedene Häuser und Plätze unserer Ahnen, welche großteils in Wangerin gelebt haben besuchen und dadurch mehr einen Einblick in die Welt bekommen in der unsere Vorfahren gelebt haben. Dieses Vorhaben konnten wir dann tatsächlich vom 5. bis zum 8. Mai 2017 durchführen.

Die Lust auf Ahnenforschung in unserer Familie hat Friedrich Ernst Piepenburg geb. Kreilinger in uns geweckt. Friedrich ist in Massow, heute Maszewo, ein Städtchen 40 km von Wangerin entfernt aufgewachsen und war zeitlebens ein begeisterter Ahnenforscher. Dieses Interesse an den Ahnen wurde von Generation zu Generation weitergegeben, sodass heute sogar seine Ur-Enkel Faolan und Briganda auch schon Lust hatten mit auf den Spuren ihrer Ahnen in Wangerin und Umgebung zu gehen.

Mit auf der Fahrt dabei waren drei Generationen und zwei Familien. Die Piepenburg-Familie aus Füssen und die Piepenburg-Familie aus Schlossborn, ein Ort in der Nähe von Frankfurt.

Als allererstes besuchten wir den Friedhof in Wangerin, denn dank der Wangeriner Freunde wussten wir, dass hinter dem öffentlichen Friedhof noch eine Gedenkstätte von den ehemaligen Deutschen Bewohner existiert. Wir haben es gleich gefunden und waren berührt von der Stimmung, die an diesem Platz herrscht. Die alten Grabsteine, die bewachsenen Denkmäler, die alten Bäume und die überwucherten Gräber. Wir waren begeistert. Voller Eifer suchten wir auf den alten Grabsteinen nach Namen die wir aus unserer Ahnenforschung kannten. Alles sah danach aus, dass wir keinen Namen finden, womit wir auch gerechnet haben. Doch dann hat plötzlich Faolan, der jüngste in der Gruppe (9 Jahre alt) einen Grabstein gefunden der auf dem Boden lag.

Luise Piepenburg geb. Grewin, *13.12.1842, + 29.05.1925

Neugierig schob er einige Blätter zur Seite und zum Vorschein kam ein flach auf dem Boden liegender Grabstein. Schnell schob er mehr Blätter zur Seite bis die ersten Fragmente eines Namens sichtbar wurden. Die andere Familienmitglieder, die nach und nach dem Geschehen gefolgt waren, konnten es kaum glauben als auf dem Grabstein tatsächlich der Name „Piepenburg” zum Vorschein kam. Das war natürlich eine unerwartete Überraschung die alle sehr freute. Der Grabstein gehörte „Luise Piepenburg geb. Grewin„ geboren war sie am 13.12.1842, gest. Am 29.05.1925. Auf diese Frau waren wir bis jetzt in unserer Ahnenforschung noch nicht gestoßen. Umso wertvoller der Fund, da sich uns damit ein neuer Vorfahre erschlossen hat. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp oder weitere Informationen?

Weiter verlief unsere Fahrt auch sehr erfreulich. Schnell fanden wir in Wangerin am Marktplatz das Haus in dem unser Ur-Urgroßvater Heinrich Gustav Eduard Piepenburg sein Kolonialwarengeschäft hatte. Auch fanden wir das Haus welches unser Urgroßvater Friedrich Karl Erich Piepenburg erben sollte, wozu es aber durch den Krieg und seine Folgen nie kam. Auf diesem Haus war die Inschrift „Hermann Thiede” (wahrscheinlich der Mann unserer Verwandten Ernestine Thiede geb. Piepenburg) noch gut zu lesen.

Natürlich mussten wir bei unserem Besuch in Wangerin auch einmal das Glockenspiel der Kirchturmglocken hören. So befanden wir uns am Sonntag, den 07. Mai 2017 um 15:00 Uhr am Vorplatz der schönen Wangeriner Kirche und lauschten dem Glockenspiel. Otto-Attila erzählte dazu, dass die Wangeriner Freunde ihre Veranstaltung in Bispingen auch immer um 15.00 Uhr beginnen, zeitgleich mit dem Glockenspiel in Wangerin. Wir waren sehr bewegt von dem Glockenspiel und haben uns gefragt, ob das unserer Vorfahren wohl auch schon gehört hatten?

Die nächsten Tage besuchten wir noch andere Orte in der Umgebung, zu denen wir Informationen hatten das dort einmal Ahnen von uns gelebt haben. Es ging auch noch zu dem Ort “Wangerin B”, auch das „alte Wangerin” genannt, dann zu dem Ort Piepenburg (heute Wyszogóra) und zuletzt nach Bonin bei Labes. Überall wurden wir fündig und konnten wunderbare Bilder von ehemaligen Ahnen Häusern oder Grundstücken machen. Die Familie Piepenburg erlebte eine sehr schöne Fahrt in der das Band der Mitreisenden zu ihren Ahnen sehr gestärkt wurde. Nachdem wir wieder zu Hause waren sagten wir einstimmig, dass Wangerin nun auch ein Teil unserer Heimat ist und wir uns dort schon fast wie zu Hause fühlen.

Hier sind die Fotos

Otto-Attila Piepenburg, Juni 2017

WebDesign: Kohls-Multimedia Bad Salzuflen

 Letzte Aktualisierung: 21.09.2020

Diese Seite wird gesponsert von Kohls-Multimedia-Technik aus Bad Salzuflen

www.kohls-online.de